Bio? Logisch!

Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln steigt seit Jahren. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) greifen inzwischen 11 Prozent der Bevölkerung sehr häufig (mehr als 50 Mal im Jahr) zu Bio-Produkten. Dazu gehöre auch ich. Ich kauf schon seit einigen Jahren vermehrt Bio. Jetzt habe ich aber beschlossen, komplett auf Lebensmittel aus Öko-Landbau umzustellen. Keine Frage, Bio-Produkte sind teurer (zumindest auf den ersten Blick*), doch für den ökologischen Anbau von Nahrungsmitteln sprechen viele gute Gründe:

  • Natur- und Klimaschutz: Biobauern verzichten auf synthetische Stickstoffdünger und Pflanzenschutzmittel; das schützt nicht nur die Gewässer und die Artenvielfalt, sondern verursacht auch weit weniger Treibhausgase als der konventionelle Landbau
  • Tierschutz: Sie verpflichten sich, ihre Tiere artgerecht zu halten und mit ökologisch produziertem Futter aufzuziehen
  • Gentechnikfrei: gentechnisch veränderte Sorten sind im Öko-Landbau tabu
  • Bodenschutz: außerdem verpflichten sich die Landwirte, eine abwechslungsreiche Fruchtfolge einzuhalten und Grünland nicht zu überweiden. Das erhält die natürliche Bodenfruchtbarkeit und verringert die Bodenerosion

Wegweiser durch den Siegel-Dschungel

Demeter, Bioland, EU-Bio-Siegel: Wer einen genaueren Blick auf Bio-Produkte wirft, wird eine Vielzahl von bunten Siegeln entdecken. Worin sie sich unterscheiden und welche dieser Siegel tatsächlich empfehlenswert sind, war mir bislang nicht so ganz klar. Auf folgenden Seiten habe ich aber ein paar ganz gute Übersichten gefunden:

Klar ist: Wo „bio“ draufsteht, ist auch bio drin. Denn „bio(logisch)“ bzw „öko(logisch)“ sind seit einigen Jahren gesetzlich geschützte Begriffe. Allerdings sind die Kriterien für das EU-Bio-Siegel weniger streng als die der deutschen Bioverbände wie Demeter oder Bioland. Deren Vorgaben gehen deutlich über die Standards des EU-Bio-Siegels hinaus.

Wo gibt es Bio-Produkte in Konstanz?

Wer Bio-Produkte kaufen will, muss nicht lange suchen. Vom Marktstand, über klassische Bio-Fachgeschäfte und größere Bio-Supermärkte bis zur Bio-Marke im Discounter ist in Konstanz alles zu finden.

Meine persönlichen Favoriten sind die Marktstände vom Pestalozzi-Kinderdorf und der Wegwarte, die BioWelt, die Regin-Bäckerei und der Hofladen in Petershausen (für Käse und andere Milchprodukte)

* Der wahre Preis

Biologisch produzierte Nahrungsmittel sind in der Regel teurer als Produkte aus konventionellen Anbau. Doch die Preisschilder in den Supermärkten spiegeln nicht das, was wir wirklich zahlen. Nicht enthalten sind z.B. die Kosten für die Umweltschäden durch die industrielle Landwirtschaft wie die Belastung des Grundwassers und das Auslaugen der Böden. Solche Umweltschäden zu beseitigen ist deutlich teurer, als sie zu vermeiden.
Zudem werden die milliardenschweren EU-Agrargelder an Europas Landwirte pro Hektar verteilt; d.h. die größten Bauern bekommen die dicksten Subventionen – ganz egal, ob darauf mit Glyphosat behandelter Mais angebaut oder biologisch gewirtschaftet wird. Eine völlig verfehlte Agrarpolitik, die auch wir Steuerzahler mittragen.

About the author

Hi, ich bin Angie alias "die Klimapiratin". Mit 100 kleinen, einfachen Maßnahmen versuche ich meinen ökologischen Fußabdruck innerhalb eines Jahres zu schrumpfen. Gleichzeitig checke ich ab, was in meiner Heimatregion Konstanz im Bereich Nachhaltigkeit alles schon geht.

Begleitet mich dabei und lasst euch inspirieren!

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