Der ökologische Check-up ist gemacht, das nicht ganz so erfreuliche Ergebnis bekannt und die ersten individuelle Verbesserungsvorschläge gepaart mit weiterführenden Links hat mir der Rechner zusammen mit dem Resultat auch übermittelt. In allen vier untersuchten Bereichen Ernährung, Konsum, Wohnen und Mobilität gibt es einiges, woran ich schrauben kann. Ich kann also fröhlich loslegen. Zumal ich als gut informierte Bürgerin auch etliche „Nachhaltigkeitsbaustellen“ kenne.
Doch obwohl ich jede Menge Ratschläge im Kopf und zum Nachschlagen habe, bin ich erst einmal ratlos. Welchen Schritt mach ich als erstes und wie geht’s dann möglichst sinnvoll weiter? Ich befürchte, dass ich mich zwischen all den hilfreichen Ratgebern, den tausend großen und kleinen Verhaltenstipps sowie den eigenen Ideen verzetteln könnte. Ein Plan muss her! Ein detailreich aufgebautes Konzept, dem ich sklavisch folge, scheint mir nicht sinnvoll zu sein. Ich denke eher an eine Art Orientierungshilfe.
Einen großartigen Denkanstoß finde ich im Buch „Und jetzt retten wir die Welt“. Die zwei Autoren nehmen sich den chinesischen Philosophen Laotse zum Vorbild. Dieser ist überzeugt davon, dass wir bei uns selbst anfangen müssen, wenn wir die Welt verändern wollen. Sobald wir unser Verhalten geändert haben, können wir unsere unmittelbare Umgebung ändern, dann unsere Nachbarschaft, die Stadt, in der wir wohnen, das Land und schließlich die Welt.
Großartig, dass ist der rote Faden, nach dem ich gesucht habe! Ich starte also mit der vermeintlich einfachen Aufgabe, meine eigene Ernährung und mein Konsumverhalten kritisch unter die Lupe zu nehmen („einfach“, weil das 100 % meine Entscheidungshoheit ist, „vermeintlich“, weil Gewohnheiten ziemlich harte Nüsse sind). Von dort aus schipper ich auf meiner Nachhaltigkeitsexpedition dann zu näheren und ferneren Gefilden – Haus(halt), Nachbarschaft, Stadt,…. Ob ich bis zur Weltebene komme? hmmm, schauen wir mal… 🙂
